26.03.19

Yogamatten rollen, Seife produzieren und Kaffee rösten. Das Dialogforum zu Gast im bhz in Stuttgart-Fasanenhof

Im bhz, einer diakonischen Einrichtung der Behindertenhilfe waren die Mitglieder des Dialogforums der Kirchen am 21. März zu Gast. Traditionell besucht das Dialogforum einmal jährlich ein Unternehmen in der Region Stuttgart. 2019 war es ausdrücklicher Wunsch der Regionalräte, einen Einblick in eine gemeinnützige Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft zu bekommen. So fiel die Wahl auf das bhz, das Werkstätten für Menschen mit Behinderung betreibt und stationäre und ambulante Wohnangebote bereitstellt.

Sehr freundlich empfangen wurde die Gruppe von der fachlichen Vorständin Irene Kolb-Specht und von Leonie Seidel, die für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Nach einer kurzen Einführung in die Hauptaufgabenbereiche Beschäftigung in den Werkstätten, Wohnen und familienentlastende Angebote folgte ein ausführlicher Rundgang durch die Werkstätten und anderen Arbeitsbereiche. In den Werkstätten werden Aufträge für Abnehmer aus der Industrie erfüllt, erfuhren die Mitglieder des Dialogforums, die Auftraggeber sind alle aus dem Großraum Stuttgart. Im Moment werden in der Werkstatt u. a. Yogamatten gerollt und verpackt. Das bhz nimmt an Ausschreibungen teil und erfüllt die Aufträge hinsichtlich Qualität und Zeit wie jedes andere Unternehmen auch. Daneben gibt es andere Aufgabenfelder, die unabhängig von den Zuliefererdiensten an die Industrie sind. So wird im bhz Seife abgefüllt und im eigenen Laden verkauft, es gibt eine Kaffeerösterei und Dienstleistungen wie Catering und die „Grüne Truppe“, die Außenanlagen pflegt.

Im Nachgespräch gab es einen intensiven Austausch zum Thema, wie die Bedürfnisse der behinderten Beschäftigten mit den Zielen der Produktion (Qualitätsansprüche und pünktliche Fertigung) vereinbart werden können.

Auch Forderungen stellten die Vertreter des bhz an ihre Gäste aus der Regionalpolitik: Ein schneller Ausbau der Barrierefreiheit an allen Bahnhöfen der ÖPNV sei erforderlich. Denn Barrierefreiheit bedeute für Menschen mit Behinderung mehr Selbständigkeit.