08.12.16

Bezahlbarer Wohnraum und weniger Staus in der Region Stuttgart - Die internationale Bauausstellung soll innovative Lösungen entwickeln

850.000 EUR stellt der Verband Region Stuttgart für die Einrichtung eines Projektbüros für die IBA 2027 zur Verfügung.

Internationale Bauausstellung Stuttgart Memorandum

Eine Internationale Bauausstellung wird in der Region Stuttgart stattfinden – die Initiative dazu geht von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und vom Verband Region Stuttgart aus. Am 7. Dezember 2016 hat die Regionalversammlung des Verbands offiziell grünes Licht gegeben, indem sie 850.000 EURO für die Einrichtung eines Projektbüros bewilligt hat, das im Frühjahr 2017 seine Arbeit aufnehmen wird.

 

Internationale Bauausstellungen entwickeln innovative Konzepte für den Städtebau und die Stadtplanung; beides ist im Großraum Stuttgart dringend notwendig, denn die Region ist Opfer ihres eigenen Erfolgs: Durch ihre hohe Attraktivität besteht mittlerweile ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum, außerdem ächzt sie unter einem immensen Verkehrsaufkommen.

 

Auch das Dialogforum der Kirchen befasst sich schon seit einiger Zeit mit diesen brennenden Themen: Ende 2015 diskutierte Prof. Detlef Kurth (Hochschule für Technik Stuttgart) mit Regionalräten aktuelle Herausforderungen des Wohnens in der Stadt. Mehr Bauprojekte in städtischer und genossenschaftlicher Trägerschaft forderte Dr. Gerd Kuhn (Universität Stuttgart) im Juni 2016 auf der vom Dialogforum organisierten Podiumsdiskussion "Wie wir wohnen wollen". Auch an den Veranstaltungen der IBA-Plattform, die die zentralen Innovationsthemen für die geplante Bauausstellung bereits erarbeitet hat, nahmen die Vertreter des Dialogforums der Kirchen teil.

 

Aber jetzt geht es erst richtig los: Als Dialogforum der Kirchen liegen uns besonders die sozialen Aspekte am Herzen. Bezahlbarer Wohnraum und sozial gut durchmischte Wohnviertel sind uns ein Anliegen, außerdem ein friedliches Miteinander verschiedener Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Wir werden das Projekt weiter begleiten und uns in die noch zu bildenden Gremien einbringen sowie an konkreten Bau- und anderen Projekten mitwirken.